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Freitag, 11. April 2014

Ranken.

Ich stricke wohl sehr langsam. Gerade habe ich geschaut, wann ich diesen Cardigan angefangen habe, und mich ein wenig erschrocken: Mai 2013. Fertig war er im Januar. Aber es hat sich gelohnt.
Ich freue mich, heute mal vernünftige Fotos präsentieren zu können. Nicht in meiner Wohnung! Vielleicht gibt es solche Fotos hier jetzt öfter. Ich habe jemand sehr Liebes gefunden, der sich dazu bereit erklärt hat und vor dessen Linse ich mich fast gar nicht geniere.





Die englische Anleitung gibt's bei Ravelry. Sie kostet zwar umgerechnet derzeit 4,50 Euro, aber das ist es auch wert. Das Blättermuster ist so schön und gut durchdacht; ich kann mir gut vorstellen, dass ich das noch einige Male für andere Projekte verwende.

Hier sieht man die Nähte ganz gut.

Wenn man das Muster einmal verstanden hat (wozu ich, obwohl es eigentlich nicht besonders schwierig ist, eine Weile brauchte) ist die Jacke sehr einfach gestrickt. Man strickt eigentlich nur ein großes Rechteck mit dem Muster in der Mitte, näht das dann an den Enden so zusammen, dass Ärmellöcher entstehen und strickt dann noch ein Bündchen.

Die Polyester-Wolle habe ich mal runtergesetzt bei Buttinette bestellt und um ehrlich zu sein bin ich mir immer noch nicht so sicher, ob die Farbe mir richtig gefällt. Auf der Seite sah die nämlich grau aus; tatsächlich ist sie aber eher blau.
Trotzdem trage ich den Cardigan unheimlich gern und oft in ganz verschiedenen Kombinationen. Ich fühle mich wirklich wohl in ihm.




Mittwoch, 5. Juni 2013

Challenge accepted "Buy no shit!"

Wenig war hier in letzter Zeit los. Das hatte viele Gründe: Faulheit, meine Abschlussprüfung, Krankheit... Meine schriftliche Abschlussprüfung habe ich schon erfolgreich und zufriedenstellend bestanden; die mündliche steht noch an. Gesund bin ich auch wieder - faul leider immer noch. Aber ganz fest habe ich mir vorgenommen, mich in nächster Zeit mehr um den Blog zu kümmern.

Themawechsel:
Die Unfälle in den Textilfabriken in Pakistan haben mich ziemlich erschüttert und lange beschäftigt. Vor einigen Tagen stellte ich mir die Frage, warum ich so sehr darauf achte, kein Tierleid zu verursachen, aber trotzdem massenproduzierte Kleidung kaufe (und das regelmäßig). Von der ich ja mit Sicherheit weiß, dass sie Leid verursacht, menschliches. Warum fällt es mir so leicht, das zu verdrängen? Warum bin ich freiwillig Teil dieser Wegwerfgesellschaft, die ich so verabscheue?
Oft habe ich behauptet, es liegt an meinen beschränkten finanziellen Mitteln, aber das ist nicht wahr. Ich bin zu bequem, mir zu überlegen, was eine Alternative zum Kauf sein könnte, zu impulsiv: "Kauf dich glücklich!" 
Und genau das möchte ich nun ändern. 

Bis zum Ende des Jahres 2013, also ein halbes Jahr, werde ich keinerlei Kleidung und keine Accessoires kaufen, bei denen ich den Verdacht habe, dass sie unter menschenunwürdigen Umständen produziert wurden. Nach diesem halben Jahr werde ich entscheiden, wie ich weiter konsumieren möchte. 

Ich besitze zwar genug Kleidung, um jeden Tag angezogen das Haus zu verlassen, aber ganz möchte ich mir die Freude an etwas "neuem" doch nicht versagen. 
Folgendes ist daher erlaubt: 
  • Kleidung selbst produzieren: Ich kann stricken und nähen; das werde ich nutzen und ich freue mich darauf, zu sehen, wie sich meine Fähigkeiten verbessern. Hierzu gibt es noch einen gesonderten Post. 
  • Gebrauchte Kleidung erwerben: Auf Seiten wie Kleiderkreisel, Ebay, Dawanda oder in Secondhandläden darf ich auch weiterhin einkaufen, aber in einem angemessenen Maß. 
  • Fairtrade-zertifiziert kaufen: Es gibt wundervolle Onlineshops und Läden, die moderne Fairtradekleidung anbieten.
 Um mir selbst gegenüber ehrlich zu bleiben, werde ich jedes Kleidungsstück, das ich wie auch immer erwerbe, hier auf meinem Blog präsentieren.

Nun ist es raus. Ich würde mich natürlich irre freuen, wenn andere Blogger sich anschließen würden.
 
Challance accepted.


Donnerstag, 14. März 2013

when spring is just around the corner

still war's hier in letzter zeit. (frohes neues!) das lag vor allem daran, dass ich wieder mal in frankfurt war - buchhändlerinnensachen lernen. schön war es dieses mal. seit knapp 2 wochen bin ich wieder in berlin und habe ein bisschen fernweh.

jetzt stehen erstmal 2 wochen urlaub an. eigentlich habe ich eine sehr lange To-Do-List, aber mir war nach ein wenig heimeligkeit. und außerdem habe ich mich auf Ravelry ein bisschen verliebt.
Ravelry ist ein kostenloses englischsprachiges onlineportal für alle strickerinnen und stricker. man findet dort tausende strickanleitungen, viele sogar kostenlos. ich habe dort schon eine menge zeit verbracht.

verliebt habe ich mich in ein paar fingerlose handschuhe mit einem allerliebsten muster. perfekt für diese zeit von fast-frühling. mir war nach einer frischen farbe und ich liebe die kombination von grün (oder gelb) und grau.






die handschuhe bestehen nur aus meinen "woll"resten, größtenteils polyacyl, was ja nicht so super ist. aber auch eine recycelte wolle habe ich verarbeitet; sie bestand mal aus jeans!
HIER der link zu der Ravelry-Seite der handschuhe (nur für mitglieder)

außerdem gibt's hier noch eine premiere. in frankfurt habe ich mir nämlich, nach langem zetern, endlich die haare abgeschnitten. urteilt selbst, mir gefällt es sehr. auf dem foto seht ihr meine schönste zuhause-urlaubs-bett-frisur.




interessiert es euch eigentlich, wenn ich mein gestricktes hier präsentiere? die strickerei macht mir wirklich spaß und es ist ja sowieso immer gut, sachen selbst zu machen. außerdem denke ich, dass es für veganer durchaus interessant sein kann, zu sehen, dass man auch mit veganem garn gut und schön stricken kann.
ich fände es aber auch super, wenn stricken sein biederes image ablegen könnte.

(in frankfurt habe ich außerdem ein anderes, großes strickprojekt angepackt. mit dem endergebnis bin ich sehr zufrieden; bald gibt's auch dazu einen blogpost. stay tuned!)

Dienstag, 26. Juni 2012

it's a perfect day

ich habe immer noch urlaub, urlaub, urlaub. herrlich! heute stand nichts im terminkalender; solche tage liebe ich sehr. und weil ich so einen wundervollen tag hatte, will ich das teilen. und ein leckeres rezept habe ich auch noch in petto. vielleicht zeige ich öfter mal einen tag in bildern.



1. grünen smoothie zum frühstück gelöffelt. das mach ich öfter in letzter zeit. am anfang mit spinat aber jetzt ist statt spinat meistens grünkohl drin. und eine banane, eine kiwi, sojamilch, lein- und chiasamen, etwas sojamilch, zitronensaft und löwenzahnsirup. 



2. mützchen weitergestrickt. 



3. wassereis gegessen! die förmchen gibt es gerade (oder gab es?) bei tchibo. früher als kind habe ich immer am liebsten dieses callipo-eis gegessen, das man aus der form drückt. ab und zu esse ich das heute noch. deswegen freue ich mich unheimlich über diese förmchen! ich weiß: plaste... aber kein abfall.
einfach fruchtnektar oder obstsaft einfüllen, in die gefriertruhe - fertig. das hier ist johannisbeernektareis.



4. vom burda-kleidchen geträumt und geschenkte blumen bewundert. am sonntag waren ein paar freunde zu besuch und brachten mir einfach so diese blumen mit!



5. am kleidchen gearbeitet. das hab ich mir toll ausgesucht. sechs stunden arbeit stecken schon drin. irre aufwendig. macht spaß!



6. burger gebraten... 

wie bereits erwähnt hatte ich ja am sonntag besuch und ich habe geplant, burger zu machen. (inspiriert dazu hat mich ein freund, der auch kam. wir beide mögen "leider geil" von deichkind. mir ist das ein wenig peinlich. und neulich lachte er über die zeile "veganer mit dem mund voller hackfleisch - leider geil"; das dichtete ich um in "veganer mit dem mund voller grünkernschrot - leider geil" und darüber lachten wir dann beide sehr.) das rezept kam aus dem Ox-Kochbuch. der erste teil der reihe ist leider noch recht eier- und milchlastig, deswegen hab ich das rezept umgekrempelt und herauskam eine riesige menge burger, sodass ich bestimmt noch ein paar tage davon essen kann. 
die omnivoren freunde fanden es sehr lecker. hier also das rezept.

Eine Riesenmenge Grünkernburger
100g Zwiebeln 
100g Möhren
300g Lauch
250g Grünkernschrot
50g Alsan
3/4l Gemüsebrühe
100g gehackte Nüsse oder Sonnenblumenkerne
40g Leinsamen mit ca. 60ml Wasser vermischt und kurz stehen gelassen
2 EL Hefeflocken 
Gewürze eurer Wahl (Petersilie wäre gut) 
Paniermehl 

Gemüse klein schneiden. Alsan in der Pfanne zerlassen und den Grünkernschrot hinzugeben und kurz schwitzen lassen. Dann das Gemüse dazu und kurz braten. Nun die Gemüsebrühe zugießen und alles 20min köcheln lassen. Nun die restlichen Zutaten unterrühren. Dann noch 10min ausquellen. Am besten lassen sich die Burger formen, wenn sie ausgekühlt sind, aber warm/heiß geht's auch. Also zu Bratlingen formen, in Paniermehl wälzen und braten, bis sie goldgelb oder braun sind. 
Dazu gab's Gewürzgurken, Tomaten, Salat, Ketchup und ein bisschen Senf in ein Vollkorn-Toastbrötchen. Richtige Burger eben! Heute waren keineToastbrötchen mehr im Haus und Kohlenhydrate sind ja eh blöd. Deswegen gab es einen großen Burgerteller. Ist genauso lecker.




















7. burger gegessen!

Samstag, 11. Februar 2012

welcome to the strickparty!

diese woche hatte ich meine mutter als übernachtungsgast in berlin. wir hatten vor, bis in die puppen zu stricken und nette sachen zu essen.
genau das haben wir auch getan. wir haben bei einem italiener bestellt (kartoffelspalten und bruscetta for me, nudeln mit pilz-sahne-sauce for her).
außerdem habe ich zum zweiten mal den russischen zupfkuchen nach dem rezept von björn moschinski gebacken. (findet man in seinem buch aber bestimmt auch irgendwo im internet)



der kuchen ist wirklich herrlich. findet auch meine omnivore mutter. das erste mal habe ich ihn auf die arbeit mitgenommen und die kollegen waren ebenfalls begeistert. dieses wochenende wird er von einer kollegin für die oma nachgebacken.
ich bin ja ein bisschen verliebt in den herrn moschinski. demnächst werde ich unbedingt ins kopps müssen.

jedenfalls haben wir dann bis halb 1 gestrickt. was soll ich sagen: party hard, play hard.
wir sind beide sehr aufgeregt wegen diesem projekt, das sie an diesem abend angefangen hat:



julekuler! gestrickte weihnachtskugeln. unsere alte, unschöne weihnachtsbaumdekoration soll in diesem jahr endlich durch eine schöne, selbstgemachte abgelöst werden. deswegen hat meine mutter jetzt schon ordentlich zu tun. oben sehen wir die anfänge der ersten. wunderschön.
ich habe arne und carlos übrigens auch auf der frankfurter buchmesse im herbst gesehen und finde sie zuckersüß.
ich habe auch etwas neues angefangen. vorschau:




es war wirklich sehr schön. am nächsten tag wurde ich zur arbeit gebracht wie eine erstklässlerin und hätte mich am liebsten mit den händen trommelnd auf den boden geworfen.

Samstag, 7. Januar 2012

alone at home

ich hoffe, jeder, der hier vorbeischlendert, hatte ein wundervolles weihnachtsfest und einen guten... "rutsch". ich bin etwas spät dran.

jedenfalls hocke ich krank in berlin. wenn ich versuche zu sprechen, klinge ich wie ein alien. es gibt zwar nur wenig tolleres als im bett zu liegen und zu lesen ("die liebeshandlung") aber irgendwann mag man auch mal was anderes machen. mein energielevel erlaubt nicht vieles; vom duschen musste ich mich 1,5 stunden ausruhen.

deswegen arbeite ich an meinen hausfrauen-qualitäten. das bedeutet erstens:




ich verbessere meine strickskills. ich versuche, fausthandschuhe zu stricken. ein tusch bitte, denn ich kann nun mit einem nadelspiel in runden stricken. wie das mit dem daumen wird, das sehen wir noch.

zweitens habe ich gestern ein zimt-rosinen-brot gebacken. es ist angelehnt am rezept aus dem Big Vegan-Kochbuch, dort ist als zopf geplant, aber ich wollte lieber etwas in toastbrotform.
hiermit spreche ich eine empfehlung aus: kauft euch "Big Vegan"! es ist wundervoll und verdient einen eigenen post.


Freud is watching you.


das rezept:
170g Vollkornmehl (ich habe Dinkelvollkornmehl genommen)
170g einfaches Weißmehl
2,25 TL Trockenhefe
1 TL Zimt (ich liebe Zimt, deshalb habe ich einen Esslöffel genommen)
0,75 TL Salz
180ml Pflanzenmilch eurer Wahl
120ml Rapsöl
50g Zucker
170g Rosinen

Vollkornmehl, Weißmehl, Hefe, Salz und Zimt vermischen. Anschließend die Sojamilch auf ca. 40°C erwärmen und die Pflanzenmilch, den Zucker und das Öl untermischen. Dann die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und ca. 5 min kneten. Dann die Rosinen einarbeiten. An einem warmen Ort abgedeckt ca. 1h gehen lassen. In eine gefettete Backform geben, und 40 min bei 190°C backen. Beim Öffnen des Backoffens nicht vergessen, ordentlich zu schnuppern. und bitte in geduld üben, es darf erst angeschnitten werden, wenn es ausgekühlt ist.
Easy-peasy!

kneten würde meine kräfte wirklich überschreiten und ohne Hubertus, den ich zu weihnachten bekam und sehr liebe, hätte ich das ganze sicher nicht geschafft.


das ist hubertus. wir leben zusammen.


die erste scheibe des brots wurde heute zum meinem zweitliebsten frühstück: brot mit erdnussmus und banane. kämen bananen nicht von der anderen seite der welt, würde es das wieder jeden tag geben. (aber da ich krank bin, darf ich das jetzt mal.)