Freitag, 6. September 2013

"I am a very happy skirt."




Ich habe einen neuen Rock genäht, nach einem Schnittmuster aus den 70ern, das ich auf Ebay ersteigert habe. Als es eintrudelte, hatte ich ich erstmal keine Pläne dafür, und fast hätte es wohl ein trauriges Dasein in meiner Schnittmusterkiste fristen müssen - auf ewig unbenutzt. 

Ich finde ja Version A mit der Krawatte irgendwie gut, kann mir aber keine Gelegenheit vorstellen, bei dem eine derartige Kombination passend wäre. Ihr?

Aber glücklicherweise fand ich in einem faulen Moment, in dem ich Ebay Kleinanzeigen nach gebrauchten Stoffen durchforstete, diesen fantastischen mintfarbenen Punkte-Stoff. Ich liebe diesen Farbton gerade sehr (Ich denke sogar darüber nach, in meiner neuen Wohnung eine Wand so zu streichen...), habe aber immer ein wenig Angst davor, wie eine (sehr fesche) Krankenschwester auszusehen.
Die Verkäuferin hatte sich aus einem Teil des Stoffes Vorhänge genäht. Er ist ziemlich fest, aber auch etwas durchscheinend. Deswegen habe ich bei diesem Rock das allererste mal ein Futter eingenäht. Ich versuche ja ohnehin, bei jedem neuen Kleidungsstück etwas neues zu lernen.
Futter einnähen: Easy-peasy. Irgendwie hatte ich immer ein wenig Angst vorm Unterfüttern von Kleidung. Allerdings bin ich mir nicht 100% sicher, ob ich alles wirklich so gemacht habe, wie sich das so gehört. Who cares? I don't. Ich hatte übrigens auch keine Lust, mich darum u kümmern, dass der Musterrapport stimmt.


Nicht so toll war, dass ich in dem Moment, in dem ich das Schnittmuster auspackte, sah, dass es nicht, wie bei Ebay beschrieben, unbenutzt war, sondern auf Größe 36 zugeschnitten. Äußerst unerfreulich.
So musste ich versuchen, an den Seitennähten mehr Weite hinzuzufügen, was hier glücklicherweise ganz gut funktionierte.
Das Taillenband habe ich überhaupt nicht nach den Anleitungen im Schnittmusterbogen ausgeschnitten, sondern einfach die gesamte obere Länge des Rockes ausgemessen und an den Enden jeweils Länge hinzugegeben, für den Knopf, mit dem das Band geschlossen wird. Das hat ganz gut funktioniert, nur leider ist das Knopfloch grässlich geworden. Ich befürchte, ich brauche wirklich eine bessere Nähmaschine.


Die Steppstiche an den niedlichen vorderen Taschen sehen auch wieder furchtbar aus, fast wie ein EKG. Glücklicherweise habe ich aber ein Coats-Garn gefunden, das exakt die Farbe des Stoffes hat, sodass es bestimmt nur mir auffällt.
Ich finde die Taschen ja sehr niedlich, aber ich habe ein wenig Angst, dass man denkt, ich trage den Rock falsch rum. Derartige Taschen trägt man ja schließlich normalerweise auf dem Po.

 

Alles in allem bin ich ein großer Fan des Rocks und hoffe, dass es noch ein paar Tage warm bleibt, weil ich mir nicht sicher bin, ob Strumpfhosen dazu passen. 
Heute konnte ich den Rock jedenfalls nochmal ohne Strumpfhose ausführen. 26°C im September - verrückte Zeiten.

 

Mir war übrigens heute einfach  nicht danach, mein Gesicht zu zeigen, bzw. danach, meine Haare zu bändigen. Ich habe aber durchaus noch einen Kopf.

Sonntag, 11. August 2013

Nennt mich Ismael.

Das Schicksal meint es gut mit mir. Zumindest bei Gewinnspielen. Seit ich denken kann, habe ich irre viel Glück bei Gewinnspielen! Einmal - es ging um einen "101 Dalmatiner"-Regenschirm - musste man in auf den Anrufbeantworter der Zeitung bellen, die den Regenschirm verloste. Nur, damit ihr nichts falsches denkt: Das war 1996! Merkwürdigerweise war mir das gar nicht peinlich (nicht soweit ich mich erinnern kann) und mein Bellen wurde als das Beste gekürt. Der Regenschirm war toll und ich frage mich, wo er jetzt ist.

Vor einigen Wochen blätterte ich morgens im Kochen ohne Knochen-Magazin. Ein Magazin, das ich wirklich sehr mag. Mein Auge fiel auf ein neues T-Shirt von Roots of Compassion, das verlost wurde . Ich habe mich in das Shirt sofort ein bisschen verliebt und wollte es unbedingt haben. Also machte ich beim Gewinnspiel mit. 

Und ich habe gewonnen! Ich freu mich irre. Passender könnte das Shirt übrigens nicht sein. Ein Moby Dick-Shirt von einem Veganversand, das auch noch fairtrade ist. Für eine vegane Buchhändlerin, die keine konventionell produzierte Mode mehr kaufen möchte. Perfekt!



Danke, Roots of Compassion! Ich trage es voller Stolz!

Donnerstag, 8. August 2013

"She left for a very expensive private school in France. I wonder what she is doing now."

Der Rock, den ich  in diesem Post erwähnt habe, ist nun schon eine Weile fertig und ich LIEBE ihn. Sehr. Er wurde hier auf dem Blog noch nicht präsentiert, weil ich eine starke Abneigung gegen das Fotografieren meiner Projekte mit Selbstauslöser entwickelt habe. Leider konnte ich noch niemanden dazu überreden, mich ständig in meinen Klamotten zu fotografieren und hinzu kommt noch, dass ich wahnsinnig anspruchsvoll bin, wie ich/die Kleidung auf den Fotos aussehen soll. 
Außerdem sind meine Haare nun noch ein Stück kürzer und ich brauchte etwas länger, um mich zu entscheiden, ob ich die neue Frisur nun mag oder nicht. Und ab und an ändere ich immer noch meine Meinung bezüglich der Haare. 
Naja, zurück zum Rock! 

Genauso wurde der Rock auch an der Ostsee kombiniert.

Ich habe nun schon so viel in dem Rock erlebt: einige Arbeitstage, Kurztripp an die Ostsee, Wohnungssuche in Leipzig, Bummeln in Halle...
Das besonders Tolle an dem Rock ist der Stoff, von dem ich zuerst, nachdem ich ihn mir zu hause nochmal angeschaut habe, nicht mehr ganz so begeistert war.  Es ist ein Jeans-Stoff mit einem kleinen Elastan-/Synthetik-Anteil, der bewirkt, dass der Rock NIE gebügelt werden muss. Er hat nun schon oft einige Zeit in meinem Koffer verbracht (und ich bin leider niemand, der alle seine Kleidung ordentlich faltet und in den Koffer legt; ich schmeiße gänzlich chaotisch einfach alles in meinen Koffer. Ich hasse Packen!) und trotzdem war er immer sofort tragefertig. Gegen ein bisschen Bügeln habe ich zwar nichts, aber leider plane ich nie, was ich anziehen möchte und wenn ich mich dann tatsächlich entscheide, etwas zu tragen, fehlt mir oft die Zeit, das Kleidungsstück nochmal aufzubügeln. Fazit: Es wird nicht so oft angezogen, wie ich es mir wünschen würde.
Der Stoff ist auch genau schwer genug, dass er bei einer leichten Böe nicht einfach hochfliegt. Damit habe ich schon einige schlechte Erfahrungen gemacht... Trotzdem wirkt er nicht steif; ganz im Gegenteil: er bewegt sich schön mit, wenn man geht und es macht Spaß, sich in ihm zu drehen.
Klasse finde ich auch, dass man die Träger abnehmen kann. Ich finde die Träger zwar fantastisch, aber sie passen nicht zu allem. Und wenn ich sitze, rutschen sie mir gern mal von den Schultern.

  
Ohne Träger



 Das Schnittmuster ist von Victory Patterns, einer kanadischen Schnittmusterlinie. Im Shop gibt es tolle Schnittmuster, neben dem Rock "Madeleine" habe ich mir noch "Hazel" gekauft. Da warte ich aber noch auf den richtigen Stoff.
Die Schnitte sind in einer sehr hübschen Verpackung und die Anleitung ist reich bebildert, sodass ich wenig Probleme hatte. (Außer am Abschluss des Taillenbandes, da, wo der Knopf ist. Das habe ich einfach nicht verstanden. Hab's dann einfach so gemacht, wie es für mich logisch war. Sieht aber auch ein wenig wurstelig aus...) Es hat wirklich Spaß gemacht, den Rock zu nähen.


Ich habe mit dem Rock wirklich viel gelernt. Knopflöcher kann ich nun schon besser nähen (Ich habe zuvor nur ein einziges Knopfloch genäht.) Die Träger haben nämlich jeweils 3 Knopflöcher, mit denen man die Länge regulieren kann. 
Außerdem glaube ich so langsam, dass mein Problem mit dem Absteppen vielleicht nicht in meiner Unfähig- und Tattrigkeit begründet ist, sonders dass es vielmehr an meiner billigen Nähmaschine liegt... Egal, wie viel Mühe ich mir gebe, mein schmalkantiges Absteppen sieht immer schlimm aus. 






Die hübschen übergroßen Taschen werden mit Ziernähten abgesteppt (Habe Blut uns Wasser geschwitzt, um diese Ziernähte einigermaßen parallel und gerade hinzubekommen.) und gefüttert. Dafür habe ich mir den gepunkteten Stoff ausgesucht, den ich auch hier verwendet habe.



Alles in allem ein tolles, einzigartiges Schnittmuster, das ich nur empfehlen kann.
Der Rock und ich, wir werden noch einiges zusammen durchmachen, glaube ich.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Vegan und pleite: Linseneintopf

Geld ist bei mir immer knapp. War es auch schon in meiner Ausbildungszeit. Jetzt allerdings bin ich nur noch auf Aushilfsbasis beschäftigt (werde aber wohl im Herbst wieder studieren) und bekomme parallel ein wenig Arbeitslosengeld. Und da muss ich den Gürtel schon noch ein Loch enger stellen. 

Wenn ich mir die veganen Blogs anschaue, die es so gibt, oder mich in meinem veganen, privaten Umfeld umsehe, sind das irgendwie wirklich oft Studenten. Und wie es in der Studentenzeit mit der Kohle aussieht, wissen wir ja auch alle.
Da habe ich mir gedacht, dass es doch eine gute Idee wäre, hier regelmäßig günstige vegane Rezepte zu präsentieren. Erfahrene Veganer wissen wahrscheinlich selbst schon längst, wie vegan und low budget funktioniert, aber ein bisschen Input schadet ja nie. Und nicht zuletzt stolpert vielleicht der ein oder andere über meinen Blog, der damit liebäugelt, vegan zu werden, aber die angeblich hohen Kosten scheut. 

Ich werde hier nun also in unregelmäßigen Abständen Rezepte für den kleinen Geldbeutel präsentieren und euch vorrechnen, wie viel die Rezepte pro Portion kosten. Es kommt natürlich immer darauf an, wo ihr einkauft. Ich werde mir außerdem nicht die Mühe machen, Gewürze und co abzuwiegen; hier wird geschätzt.

Heute gibt's hier Linseneintopf. Den habe ich schon oft gekocht und in meiner Kindheit gab es den auch öfter mal. Natürlich nicht vegan, sondern mit Speck. Die Rolle des Specks übernimmt bei mir Räuchertofu. Der Geruch von Räuchertofu ist dem von Speck durchaus nicht unanähnlich. 



Rustikaler Linseneintopf

Zutaten: 
250g braune Linsen ("Tellerlinsen") 0,89 Euro
1,5l (Instant-)Gemüsebrühe
1 Bund Suppengrün 1,19 Euro
3 mittelgroße Kartoffeln 1 Euro
400g Räuchertofu 1,99 Euro
1 Zwiebel 0,15 Euro
30g Alsan 0,08 Euro
4EL Öl 
3 EL Essig, 2 EL Zucker
Salz, Pfeffer

Zuerst Linsen in kochende Gemüsebrühe geben und 20min köcheln lassen. Währenddessen das Gemüse und den Tofu klein schneiden (nicht zu klein) und zuerst das Gemüse in der Alsan in einer gesonderten Pfanne anbraten bis es weich gedünstet ist. Nach 20 Minuten das Gemüse zu den Linsen geben und alles zusammen weitere 25 Minuten leicht köcheln lassen. Während die Linsen und das Gemüse blubbert den Räuchertofu in der Pfanne mit dem Öl braun braten und dann beiseitestellen. 
Wenn die Linsen fertiggegart sind alles mit Salz und Pfeffer würzen. Essig und Zucker zugeben. Außerdem auch die Petersilie (ist bei Suppengrün eigentlich immer mit dabei). 
Suppe auf den Teller geben und den angebratenen Räuchertofu dekorativ drübergeben. (Oder einfach mit in den Topf und unterrühren). 
Ergibt ca.4-5 Portionen. (Lässt sich auch super einfrieren!)

Ich veranschlage für Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Essig, Zucker und Öl einfach mal pauschal 0,20 Cent, was vielleicht sogar etwas viel ist. 

Insgesamt kostet der Linseneintopf bei 4 Portionen pro Portion 1,37 Euro.


Dienstag, 9. Juli 2013

Isn't this a lovely day

Ich bin nun offiziell ausgebildete Buchhändlerin. Einen Tusch bitte! Es ist alles wunderbar glatt gelaufen und mit den Ergebnissen bin ich mehr als zufrieden. Und ein wenig stolz bin ich auch. 
Zur Zeit arbeite ich nur zwei-/dreimal in der Woche in der Buchhandlung, in der ich gelernt habe. Das ist herrlich, besonders Montage sind nun viel weniger angsteinflößend. 

In den letzten Tagen fühlte ich mich irgendwie nicht ganz auf der Höhe. Nichts war geplant, ich war träge, hatte trotz des schönen Wetters auf nichts Lust und blies ein wenig Trübsal; ich fand mich selbst unausstehlich. 
Gestern wurde ich von der Arbeit angerufen, dass ich nicht zu kommen brauche, weil wir gut besetzt sind und ich ohnehin noch einige Überstunden habe. Auf noch so einen Tag wie die letzten paar hatte ich so gar keine Lust. 
Deshalb habe ich mir ein Geschenk gemacht. Einen kleinen Ausflug, der meine Laune wieder herstellen würde.

Zuerst gönnte ich mir einen Besuch bei HÜCO. Ich habe schon oft von diesem Stoffgroßhandel gelesen und wollte unbedingt irgendwann mal hin; nur kam ich irgendwie nie dazu. Außerdem fahre ich ca. eine Stunde hin.

Hinter der ganzen Reihe mit den geöffneten Fenstern findet ihr alle Stoffe, die ihr euch denken könnt.
Von außen unscheinbar...
...von innen das Stoffparadies.

In dem Laden habe ich mein Zeitgefühl komplett verloren. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie lang ich drin war. Ich war ein bisschen überfordert.
Trotzdem: Ich kann jedem, der gern näht, den Besuch bei HÜCO nur ans Herz legen. Ihr findet hier wirklich alles, und das auch noch zu günstigen/angemessenen Preisen. Trotz des unglaublich großen Angebots ist alles sehr gut aufgeräumt. Die Regale sind beschriftet (z.B. Streifen, Mantelstoffe, Leinen...) So behält man einen super Überblick. 
Einen Tipp, wenn ihr hinfahrt: nur mit Einkaufszettel! Sonst wird man wegen des großen Angebots schnell kopflos. 

Ich habe mich fast an meinen Einkaufszettel gehalten. Ich habe gekauft:



2,5 Meter dunkelgrauen-/blauen Denimstoff und 5 Knöpfe für Madeleine. In den letzten Wochen habe ich angefangen, Schnittmuster zu sammeln (was meinem Konto natürlich überhaupt nicht gut tut.) Ich bin sehr begeistert von einigen unabhängigen amerikanischen Designern. Dieser Rock ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.



 3 Meter Karostoff und Schrägband. Neben den Schnittmustern der unabhängigen Designer haben es mir vor allem originale Schnittmuster aus den 50er/60ern angetan. Ich könnte mir die Illustrationen ewig anschauen. Die Idee von der Tasche in der Falte und dem kleinen Schleifengürtel finde ich äußerst originell.




Und schließlich: 2 Meter Polyester-Pünktchen-Stoff. Ich schwöre, es fühlt sich nicht wie Polyester an. Ein herrlich weicher, fließender Stoff, fast wie Seide. Und ich musste sofort an die Miette-Bluse  von Tilly denken.
Vor ein paar Wochen verbrachte ich einen faulen Sonntag damit, "The Great Britisch Sewing Bee" zu schauen. Eine britische Sendung, in der der/die beste (Hobby-)SchneiderIn gesucht wird. Die Kandidaten kriegen verschiedenste Aufgaben und der, der's am schlechtesten gemacht hat, fliegt raus. Hier der Link zu Teil 1 auf Youtube. 
Tilly ist eine der Kandidatinnen und hat einen wundervollen Blog. Sie hat auch einige Schnittmuster selbst produziert und bietet sie zum Download auf ihrer Seite an. Unter anderem auch eine umwerfende Bluse. In der Sendung nähte sie eben diese Bluse aus einem wundervollen, gepunkteten Seidenstoff.
Ich hatte eigentlich nicht vor, die Bluse so bald zu nähen, allerdings bekam ich sehr große Lust darauf, als ich den Stoff sah. Nachdem ich das Preisschild (5 Euro/Meter!) gesehen habe, musste der Stoff einfach mit.


Als ich wie aus einer anderen Welt aus der Hüco-Tür trat, fuhr ich zum Veganz und zu Avesu. Seit Weihnachten habe ich einen Gutschein von Avesu und ich habe herausgefunden, dass sie auch eine Linie mit Fairtrade-Turnschuhen führen. Genau die sollten es auch sein. Nur natürlich suche ich mir genau den Tag aus, an dem Avesu wegen Inventur geschlossen hat. 
Zum Glück ist ja das Veganz gleich nebenan. Da kaufte ich noch kurz ein paar Sachen ein und aß schließlich einen Bagel und ein Softeis in der Sonne und freute mich. Waldbeersofteis!




Nun rotieren die Stoffe schon in der Waschmaschine und vielleicht setze ich mich heute direkt noch ein wenig an die Nähmaschine.
Schön war's.

Sonntag, 23. Juni 2013

7 Sachen


Nach einer Idee der wundervollen Frau Liebe:
"Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen! Wenn du möchtest, kannst du einen Kommentar mit einem Link zu deinen 7 Sachen hinterlassen."

Vielleicht finden es manche Leser langweilig, zu lesen, was andere Leute so am Sonntag machen; besonders wenn dieser so unspektakulär ist wie viele meiner Sonntage.
Ich für meinen Teil schaue mir die 7 Sachen auf anderen Blogs immer gern an und finde, dass man so viel über die Menschen hinter dem Blog erfahren kann.



 1) Grünen Smoothie gemixt (bestehend aus: gefrorenem Grünkohl, Spinat, 1 Kiwi, 1 kleine Banane, Leinsamen, Agavendicksaft, Zitronensaft) und grünen Tee getrunken. Bin irgendwie missmutig und unmotiviert aufgewacht, da half mir der Smoothie sehr. (Und nach dem Frühstück wurde immerhin 2 Stunden geputzt.)


2) Nach dem Putzen die Laufschuhe geschnürt und festgestellt, dass ich wirklich nicht mehr in Form bin. Es war trotzdem schön, draußen zu sein. Meine blasse Haut ist ja mittlerweile fast schon peinlich.


 3) Gegen die langsam aufkeimende Nervosität wegen meiner Prüfung die Yogamatte ausgerollt und 20 Minuten auf ihr herumgeturnt. Hat geholfen, wenn auch nicht lange.



4) Inspiriert von einem Rezept aus dem Kochen ohne Knochen-Heft Quinoa-Brei mit Äpfeln, getrockneten Aprikosen, Rosinen und Walnüssen gegessen. Lecker! 
Dabei: 
5) Die Kündigung meines Mietvertrags getippt. Es wird ernst...



6) Scharfe Linsensuppe gekocht und gegessen. Dazu: Knoblauchbrot. (Einfach Brot toasten und Knoblauchzehen darüber reiben - herrlich. Kann man aber nur machen, wenn man Single ist und auch sonst nichts mehr vorhat...)


 7) Schweren Herzens doch noch ein bisschen gelernt.

Mittwoch, 19. Juni 2013

"Darlin', take me sailing!" (Rock Burda 5/2012 118)

Endlich habe ich mir wieder Zeit zum Nähen genommen. Nachdem ich mir vorgenommen habe, keine Kleidung von H&M und Konsorten mehr zu kaufen, habe ich einen ganzen Nachmittag und Abend damit verbracht, meinen nicht unbeträchtlichen Stapel an Burda-Zeitschriften und Stoffen zu wälzen. (Einige Schnittmuster habe ich online auch gekauft...) 
Das habe ich sehr genossen und viele Projekte sind jetzt in Planung.

Ins Auge sprang mir sofort ein Rock aus der Burda 5/2012. Er sitzt in der Taille, hat schöne Taschen (perfekt für die Arbeit: Zettelwirtschaft) und nette Falten; im Heft war er zwar etwas kurz geplant, aber ich habe ihn einfach um ca. 6 cm verlängert Außerdem fand ich die Ergebnisse anderer Blogger toll. (z.B. hier oder hier) Ein robuster, blau-weiß-gestreifter Stoff mit Stand, von dem ich irgendwann mal 3 Meter bei Ebay ersteigert habe (und den ich dann live eigentlich gar nicht mehr so toll fand), war auch schnell zur Hand.

Den Produktionsprozess habe ich größtenteils sehr genossen. Ich habe mir für den Rock wirklich Zeit genommen. Wenn etwas nicht gelang, nahm ich mir die Zeit, alles wieder aufzutrennen und nochmal zu nähen. Das war früher nicht so. Ich bin wirklich sehr ungeduldig und diverse andere selbstgenähte Kleidungsstücke wurden deswegen eher unansehnlich.
Das einzige, was mich fast verzweifeln ließ, war der Reißverschluss. Die Burda-Anleitung für den Reißverschluss kam natürlich, wie immer, ohne Bilder aus und verwirrte mich sehr. Ich konsultierte Nähbücher, Blogs und Youtubevideos. Schließlich meinte ich dann, es verstanden zu haben. Als allerdings das "Taillenband" angebracht werden musste, passte irgendwie alles wieder nicht mehr zusammen. Ich erspare euch ein Bild des Reißverschlusses von innen; ich bin einfach froh, dass es von außen einigermaßen vernünftig aussieht und seinen Zweck erfüllt. 
Ich würde den Rock sehr gern nochmal in einem rotkarierten Stoff nähen, allerdings schreckt mich dieses Reißverschluss-Fiasko ab...

Nachdem ich noch ganz fix den Saum umgenäht habe, wurde der Rock am Sonntag zu einem Treffen mit Freunden getragen. (Am Tag danach trug ich ihn auch auf der Arbeit ohne Strumpfhose, dafür mit grauem Shirt und Gürtel; die Kollegen machten mir liebe Komplimente.) 
So sah das dann am Sonntag aus:



Es war mir leider unmöglich (verdammter Selbstauslöser), meinen Körper samt Füßen auf das Bild zu bekommen, was äußerst schade ist, denn: ich habe die perfekten Schuhe zu dem Rock. Vielleicht, oder vielleicht auch nicht, habe ich den Rock nur genäht, um endlich etwas im Schrank zu haben, das zu den Schuhen passt. Die habe ich übrigens während eines London-Urlaubs 2010 bei Urban Outfitters gekauft.



Ich hatte außerdem die Idee, für das Futter einen Pünktchen-Stoff zu verwenden, den mir mal eine Kollegin geschenkt hat. Das kleine Detail erfreut mich immer wieder. Die Taschen, für die ich einen einfachen, einfarbigen Baumwollstoff verwendete, gefallen mir auch sehr.







Ich freue mich schon darauf, den Rock diesen Sommer zu tragen. Ich finde, er hat etwas maritimes; er wäre perfekt, um Segeln oder Tretbootfahren oder dergleichen zu gehen. Ich war noch nie Segelen. Wenn, dann nur in diesem Rock!